ochskopf Narrenzunft Moorochs e.V. Bad Buchau

Rückblick vom Ball der Saison 08.11.2008
und vom Krautnudlaessa am 11.11.2008


Talente und Stars vom Federsee beim Ball der Saison am 08.11.2008
  Krautnudlaessa am 11.11.07
Rückblick / Berich vom Ball der Saison

Unter dem Motto „Talente und Stars vom Federsee“ ist am Samstag der diesjährige Ball der Saison über die Bühne
gegangen. Die Narrenzunft Moor-ochs bot ein buntes Programmfeuerwerk, das sich sehen lassen konnte.

(Bericht und Fotos von Klaus Weiss (Foto Weiss) Bad Buchau

Schon der Einzug der Zunfträte mit Zunftrat Uwe Vogelgesang und den Masken der Zunft unter Begleitung der
zunfteigenen Schalmeien gab ein schönes Bild ab. Nach der Maskenvorstellung durch Jürgen Walser übernahm
Angelika Weiss in gewohnter Manier die Führung durch das Programm.

Schwungvoll rollte der Starlight Express in den Saal. Acht Jungnarren der Zunft, in einer Inszenierung der
Familien Leidig und Eberhardt, drehten zur Musik aus dem Erfolgsmusical ihre Runden mit
Rollschuhen auf der Bühne.

In das Jahr 2080 versetze die Theatergruppe Kanzach die Ballbesucher mit dem Sketch „Frühschöppchen für Eine“
im Stile von Dinner for One. Obwohl die alte Dame (Lisa Hafner) ihre Gäste in der Brunnenstube längst über
lebt hat, feiert sie trotzdem immer noch den Fasnetsbeginn am 11.11. So kommt’s, wie es kommen muss:
Wirt Werner (Max Wiest) muss die fehlenden Gäste spielen und natürlich auch für sie mittrinken.

Nicht zu übersehen ist, dass die Darsteller alle Theatererfahrung haben. Allein die Mimik von Wiest
spricht manchmal Bände. Zwischendurch spielte das Sterntaler Duo zum Tanz auf.

Mit einer fetzigen Choreographie konnten die „Sweet Fire Girls“ der Tanzgruppe Oggelshausen das Publikum
mitreißen. Wohl einer der Höhepunkte des Abends waren die Ertinger Dienstagsturner. Perfekt einstudiert zeigten die 13
Männer der „Roten Bande“, was man mit zwei Leitern und zwei Bänken alles machen kann. Kurz gesagt: Akrobatik in Vollendung.
Der Beifall sprach für sich.

Manuel, Simon und Daniel faszinierten als „Trio Insernalis“ mit Marimbaphon und Schlagzeug die Zuhörer.
Bei der Zirkus-Renz-Melodie als Zugabe war hör- und sichtbar, dass Manuel nicht umsonst vor kurzem
Bundespreisträger von „Jugend musiziert“ werden konnte.
Tanzgarde darf nicht fehlen. Obwohl der Ball der Saison eigentlich keine Fasnetsveranstaltung sein soll,
geht es doch nicht ohne Tanzgarde. Die Mädels der Tanzgarde Oggelsbeurern im typischen Funkenmariechenkostüm
präsentierten aber einen professionellen Schautanz zu moderner Musik, um dann übergangslos die Bühne für
den „Tanz der Vampire“ freizumachen. Die Jungnarren der Zunft bereicherten mit einer guten Schau,
interessanten Kostümen und einer exzellenten Synchronisation zur Playbackmusik das Programm.

Ein tolles Bild bot das Finale mit allen Beteiligten auf der Bühne. Mit dem Moorochsenlied klang ein
gelungenes Ballprogramm aus. Nicht enden wollender Applaus freute die Macher des Programms. Bis in die
Nacht wurde danach noch getanzt und gefeiert.


   Ball der Saison 2008
 Ball der Saison 2008
   Ball der Saison 2008
  Ball der Saison 2008
 


Krautnudla-Essen" der Narrenzunft "Moorochs"
am 11.11., 11.11 Uhr
Krautnudlaessa 11.11.2008
"Krautnudla-Essen" der Narrenzunft "Moorochs"
am 11.11., 11.11 Uhr

Die lustigen Beilagen liefern die Gäste selbst!

BAD BUCHAU - Wie immer dicht an dicht haben die Promis und alle, die bei
der Moorochsen-Fasnet etwas zu sagen haben,
im Foyer des Kurzentrums zusammengesessen. An Martini ging es mit den
traditionellen "Krautnudla" um 11.11 Uhr in die neue Fasnet.
Die humoristisch schmackhaften Beilagen brachten die Gäste selbst mit.

(Von Elisabeth Sandmaier - Schwäbische Zeitung)

Ein Schnäpsle vorher, ein Schnäpsle nachher -- dabei waren höchstens die
"Krautnudla" vielleicht für manchen etwas schwer verdaulich
-- die "Beilagen" aus der "Bütt" jedoch durchweg feine, mit einem
gehörigem Schuss Humor gewürzte leichte Kost. Denn "in der fünften
Jahreszeit werden auch die Narren g'scheit, wenn die nämlich dann
endlich wieder in ,geordnete Bahnen' kommen", wie Zunftmeister
Uwe Vogelsang mit Nachdruck versicherte.
Männer haben es schwer

Mit Staunen lernte man da die Gattin des Buchauer Schultes Peter Diesch
von einer ganz neuen Seite kennen. Denn wenn man dessen
Lamento Glauben schenken soll: "Mir Männer hend wirklich an schwera
Stand", dann hat ganz Buchau sich von ihr bisher ein ganz
falsches Bild gemacht.

Hausherr Walter Hummler machte in Reimen plausibel, warum sich das
Moorbad -- auch unter Kritik vieler Buchauer:
"Möga dent ons viele net" -- genötigt sah, der Öffentlichkeit ein Stück
Kurpark wegzunehmen: Er wird zweckentfremdet
als Hundeklo und Fahrradweg, im Musikpavillon wird gegrillt, gehen
Scheiben und Flaschen zu Bruch und wird
nächtens Krach gemacht, dass es den Kurgästen nicht mehr zuzumuten ist.

Da bekam Landrat Dr. Heiko Schmid ein ganz falsches Bild von dem
"anständigen und braven" Städtchen Bad Buchau, das er sich --
trotz der vielen toten Fische -- "als Maß für Freude und Spaß" ausgemalt
hatte. Aber trotzdem steht für die "Moorochsen"
immer noch die Einladung zu Rosenmontag ins Landratsamt. Da wird Schmid
nämlich 50 Jahre alt. Und nachdem "Häswart"
Wolfgang Moosmann schon mal Maß genommen hat, wird der Landrat diese
Runden wohl endlich im entsprechenden Outfit,
mit der "Moorochsen-Schmalzkapp", begehen können.

Mit seiner "Krautnudelanalyse" musste der alleroberste VFON-Boss
(Verband Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte),
Peter Neudert, unbedingt nochmal auf den korrekten oberschwäbischen
Fasnets-Start, das Dreikönigsfest, aufmerksam machen.
Er amüsierte sich über ein paar Buchauer Auffälligkeiten -- wie den leer
stehenden und umzäunten Kappeler Parkplatz mit
den vielen parkenden Autos drumherum -- oder den "starken" Gestank im
"Flur" von Buchaus "guter Stube" (dem Marktplatz).
Nur in der Fasnet seien "Flur" und "gute Stube" gleich schön geschmückt.
"Polizei hat dickes Fell"

Wolfgang Kurz vom Revier der "Grün-Weißen" in Riedlingen appellierte an
die Vernunft des Zunftmeisters, über die Fasnet
besonders für die Jugend solides Beispiel zu sein. Im Übrigen habe die
Polizei ein ebenso dickes Fell wie die "Moorochsen"
und beschütze die Leute wie "Vater Federsee". Aber die Galgenvögel, die
würden sie am liebsten fangen.

An den im Suff verspielten Patronenhülsen-Pokal -- "den holt ihr euch
nicht noch einmal" -- beim jüngsten Tischkicker-Turnier
erinnerte Hauptfeldwebel Thomas Atkinson vom dritten Ausbildungsregiment
in Mengen, seit vielen Jahren mit den "Moorochsen"
patenschaftlich verbunden.

Klaus Günther berichtete von der verzweifelten Telefon-Odyssee eines
vermeintlich gesundheitlich schwer angeschlagenen Rentners,
den ein ärztlicher Anrufbeantworter nach dem anderen abblitzen ließ, bis
er über die Tierkörper-Beseitigung bei der letztlich
richtigen Anrufstelle landete, dem Bestattungsinstitut
Schaller-Schiemann. Auf die "Moorochsen-Schupfnudla", wie immer gestiftet
von Ehrenzunftrat Erich Renner und aus der Küche der
"Moorochsen-Schupf-Ladys", reimt sich zwar nichts -- aber ein Gedicht waren
sie trotzdem.

Bürgermeister, Geistlichkeit und Landrat, Polizei und Obernarren,
Militär und Moorheilbad Buchau, Schulleitung und Zeitung
stiegen an Martini mit der Moorochsen-Hymne -- sie klappte sogar a
capella! -- schon mal in die Startlöcher. Gestartet wird die
oberschwäbische Fasnet aber erst am Dreikönigstag.

   Krautnudla-Essen" der Narrenzunft "Moorochs"
  Krautnudla-Essen" der Narrenzunft "Moorochs"
 rautnudla-Essen" der Narrenzunft "Moorochs"
 rautnudla-Essen" der Narrenzunft "Moorochs"


Copyright © 1999 -2008 Siegfried Grimm
Letzte Bearbeitung 14. November 2008