ochskopf Narrenzunft Moorochs e.V. Bad Buchau

Moorochs und Co. sind doch nicht böse....


Besuch der Masken im Kindergarten
Besuch der Masken im Kindergarten
Besuch der Masken im Kindergarten

Moorochs und Co. sind doch nicht böse ....
Von Elisabeth Sandmaier / Schwäbische Zeitung

Ein solches Durcheinander! Doch mit Bravour haben die „Federseezwerge“
Masken, Hosen, Kittel und die anderen närrischen „Accessoires“ an Vater Federsee und Co. gebracht. Noch wichtiger: Die teils unheimlichen Masken haben mit dem Besuch der Narrenzunft im Kindergarten Kappel ihre Bedrohlichkeit verloren.
Auch wenn so ein Riedmeckeler gar grimmig aussehen kann, böse sind er und seine Freunde unter den anderen Masken nie: „Mir jucket ond machet domme, aber nur liebe Sachen“, umriss Karin Lahl mit einem Satz, was die erwachsenen Maskenträger bei den Umzügen so treiben. Sie erzählte den Kleinen aber auch, dass das gar nicht so einfach ist, wenn man unter so einer Maske nur so wenig sehen kann. Ganz schön schwer ist sie auch und der Holzschnitzer braucht einen großen, dicken Baum, wenn aus einem Stück ein Moorochsen-, Weller-, Seerosen-, Galgenvogel- oder Riedmeckelergesicht werden soll.

Warum der Riedmeckeler so ein zerknittertes Gesicht und eine rote Nase hat? Weil es beim Torfstechen da draußen im Ried immer so kalt ist. Und dass es den Moorochs gar nicht gibt, weil der nämlich ein Vogel ist, der Rohrdommel heißt. Dass die Seerose so kostbar ist, dass niemand sie pflücken darf – all das war den Kindern längst klar. Und einen Weller hatten sie auch schon mal gesehen. Wo? In der „Schwäbischen Zeitung“ natürlich, als Federseefischer Zoll
neulich diesen Riesenfisch gefangen hat. Auch für die Galgenvögel gab es eine plausible Erklärung: „Die haben sich gefreut, wenn man die Bösen in Kappel am Galgen bestraft hat.“

Wie seine fünf närrischen Untertanen wurde Vater Federsee nach und nach von Kopf bis Fuß ausstaffiert. Jedes Kind durfte auch für ihn ein passendes Kleidungsstück heraussuchen, bis das Durcheinander in der Zimmermitte aufgeräumt war. Da stand er nun in respektvoller Größe mit dem Dreizack, seinem Hoheitszeichen. Und für einen Moment wurde es doch ganz ehrfurchtsvoll still. „Der sieht so alt aus“, wagte ein Kind eine erste Deutung der Einzelmaske.
„Der beschützt den Federsee und die Natur und die anderen Masken“, kam es aus einer Ecke, „...und die Kinder vom Federsee“, aus der anderen. Ein paar lustige Dummheiten

Bevor die Federseezwerge die Moorochsenhymne schmetterten – die muss nämlich jeder Untertan von Vater Federsee fehlerlos von der ersten bis zur letzten Strophe fließend auswendig können –, kitzelte das Seeröschen mit seinem Federwisch an den Zwergennasen, der Galgenvogel breitete ganz weit seine Flügel aus, der Moorochs legte den Kopf schief und brummelte sein treuherziges „Muuuuh“, der Weller fegte mit seinen langen Bastfingern einmal über die Köpfe und das Riedmeckerle... das Riedmeckerle bohrte doch tatsächlich in der Nase. Das war besonders lustig, weil man das doch eigentlich gar nicht darf.

Und weil die Federseezwergenkinder nun alles über die Moorochsen wissen, bekam jedes von
Vater Federsee auch den Moorochsen-Kinderorden.

Da hat doch niemand mehr Angst vor Moorochs und Co...
Alle Fotos von Foto Weiss Bad Buchau
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Letzte Bearbeitung 18. Jan. 2006